Fuhrpark der Feuerwehr Diepersdorf

Im Nachfolgenden finden Sie den Fuhrpark der Feuerwehr Diepersdorf.

Das erste Foto zeigt das ausrangierte LF 8, das neue LF 10/6 sowie das LF 16/12 (von links nach rechts)

Aus einsatztaktischen Gründen hat sich die Feuerwehr Diepersdorf zusammen mit der Kreisbrandinspektion Nürnberger Land und der Gemeinde Leinburg für ein Mehrzweckfahrzeug und zwei Löschgruppenfahrzeuge entschieden.

Mehrzweckfahrzeug MZF

 

Funkrufname: Florian Diepersdorf 141 – 11 – 1

Besatzung: 1 / 1 / 6

Baujahr: 2011

Hersteller: Fiat Ducato 120 Multijet Diesel

Teil der Beladung:

    • Exometer MSA Auer Alert 5
    •  Wärmebildkamera
    • Türöffnungsset
    • Laptop
    • Notfallkoffer
    • Feuerlöscher
    • Kinderbetreuung

     Das Mehrzweckfahrzeug (kurz: MZF) wurde als Ergänzung zu den beiden existierenden Löschgruppenfahrzeugen angeschafft. An einer einmaligen Spendenaktion in der Vereinsgeschichte, zu welcher der Feuerwehrverein „Freiwillige Feuerwehr Diepersdorf 1874 e.V.“ aufgerufen hatte, beteiligten sich eine Vielzahl an Gönnern und Vereinsmitgliedern. Vielen Dank an alle Spender! Das nachfolgende Bild zeigt die Spendertafel, welche einen würdigen Platz im Feuerwehrgerätehaus bekommen hat.

     

    Das Fahrzeug wird in Zukunft einen großen Dienst bei der Feuerwehr Diepersdorf verrichten. Eine Vielzahl an unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten bietet der Fiat Ducato an: als Einsatzleitfahrzeug, als Mannschaftstransportwagen, als Fahrzeug für Besorgungsfahrten und natürlich ganz wichtig, er wird der Jugendgruppe zur Verfügung stehen.

    Die umfangreiche Ausstattung des Fahrzeuges ermöglicht ein breites Einsatzspektrum. So gehört eine Wärmebildkamera, ein Gasmessgerät Alert 5 der Firma MSA Auer und ein Türöffnungsset zu der Ausrüstung.

     

    Das Fahrzeug ist ebenfalls mit zwei FuG 13a (4 Meter Funk) mit jeweils einem FMS Hörer ausgestattet. So kann im Einsatzfalle das Fahrzeug problemlos auf zwei Kanälen gleichzeitig funken. 

    Zur Eigensicherung gehört eine umfangreiche „Umfeldbeleuchtung“, welche in den vorderen und hinteren Blaulichtbalken integriert ist. Eine hell aufleuchtende Warneinrichtung am Heck des Blaulichtbalkens warnt herannahende Fahrzeuge im Einsatzfall.

    Darüber hinaus ist das Fahrzeug im Fond ausgebaut worden. Der Ladebereich wurde komplett mit Riffelblech ausgekleidet, so dass sich der Bereich auch zum Transport von dreckigen Schläuchen eignet – eine Reinigung ist sehr einfach. Ebenfalls befindet sich im Heck eine eigene Leiste für alle Akkus zum Betreiben der einzelnen Geräte. Diese werden ständig überwacht und geladen, um dann im Einsatzfall stets voll einsatzfähig zu sein.

    Ein entsprechendes Wechselsystem mit Kunststoffboxen rundet das durchdachte Konzept der Diepersdorfer Kameraden ab. So können verschiedene Kunststoffboxen geladen werden. Hierfür gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Boxen, welche je nach Einsatzart geladen werden können: unter anderem Ersatzflaschen für den Atemschutz, Imkerschutzanzug, Equipment zur Verkehrsregelung, Ölbinder und eine Kiste für die Türöffnung.

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    Was ist ein Löschgruppenfahrzeug?

     

    Löschgruppenfahrzeug (kurz: LF) ist die Bezeichnung für einen Typ von deutschen Feuerwehrfahrzeugen unterschiedlicher Größenordnung. Namensgebendes Merkmal dieser Fahrzeuge ist eine Besatzung von neun Personen (ein Gruppenführer, acht Mannschaftsmitglieder = Löschgruppe), womit diese Fahrzeuge auch zur Stütze jeglicher Einsatztätigkeit der Feuerwehr werden. Die Beladung dieser Löschfahrzeuge ist schwerpunktmäßig auf Brandbekämpfung und technische Unfallhilfe einfachen Umfangs ausgelegt und umfasst unter anderem mindestens eine Feuerlöschkreiselpumpe, die vom Fahrzeugmotor angetrieben wird. Bei Einsätzen, die kompliziertere Technik erfordern, wird diese mittels Spezialfahrzeugen zur Einsatzstelle gebracht. Die feuerwehrtechnische Beladung ist für eine Löschgruppe ausgelegt. (Quelle: Wikipedia)

     

    Löschgruppenfahrzeug LF 10/6

    Funkrufname: Florian Diepersdorf 141 – 48 – 1

    Besatzung: 0 / 1 / 8

    Baujahr: 2008

    Hersteller: Mercedes Benz mit Aufbau der Firma Ziegler

    Teil der Beladung:

     

    • PKW Abstützsystem
    • Rettungsplattform
    • Tragkraftspritze TS 8/8
    • Tempestlüfter
    • Notfallkoffer und Schaufeltrage

     

     

     

    Das Löschgruppenfahrzeug 10/6 (kurz: LF 10/6) ist die neue wichtigste Einsatzkomponente der Feuerwehr Diepersdorf. Dieses Fahrzeug hat neben der klassischen Beladung für die Brandbekämpfung sehr viel Gerätschaft für die technische Hilfeleistung an Bord. Gerade die Anforderungen im Rahmen der technischen Hilfeleistungen werden immer anspruchsvoller.

     

    Das LF 10/6 verfügt über einen Wassertank von 600 Litern Inhalt. Die im Heck eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe kann pro Minute mindestens 1000 Liter Wasser bei einem Ausgangsdruck von 10 bar fördern. Zusätzlich ist das Diepersdorfer Fahrzeug noch mit einer Tragkraftspritze TS 8/8 ausgestattet, die ihrerseits ebenfalls 1000 Liter Wasser / Minute bei 10 bar Ausgangsdruck fördern kann. Sie dient überwiegend zum Einbau bei einer langen Schlauchförderstrecke um den Druckverlust auszugleichen und das Fahrzeug ortsunabhängig zu platzieren. Das Fahrzeug ist mit der üblichen Beladung zur Brandbekämpfung und Menschenrettung ausgestattet, zu der auch eine vierteilige Steckleiter gehört. Zu der Sonderbeladung des Fahrzeuges gehören u.a. ein ausfahrbarer Lichtmast, eine Arbeitsbühne für Unfälle mit LKWs, ein Rettungssatz zur technischen Hilfeleistung, sowie eine Umfeldbeleuchtung für Nachteinsätze. Am Heck des Fahrzeuges dient ein Triblitz der Warnung von Verkehrsteilnehmern an einer Unfallstelle. Zusammen mit dem LF 10/6 wurde ebenso ein Schnelleinsatzboot (Schlauchboot) angeschafft, was insbesondere bei Vermisstensuchen u.a. auf den Scherauer Weihern zum Einsatz kommt. Bedingt durch die ländliche Gegend, hat sich die Diepersdorfer Wehr für ein allradgetriebenes Mercedes Benz Fahrgestell entschieden.

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    Löschgruppenfahrzeug LF 16/12

    Funkrufname: Florian Diepersdorf 141 – 40 – 1

    Besatzung: 0 / 1 / 8

    Baujahr 1995

    Hersteller: Mercedes Benz mit Aufbau der Firma Ziegler

    Besondere Beladung:

     

    • Sprungretter
    • Wassersauger
    • Greifzug
    • Hebekissen
    • High Press Löschgerät
    • Türöffnungsset

     

     

     

    Das Löschgruppenfahrzeug 16/12 ist ein insbesondere bei Berufs- und größeren Freiwilligen Feuerwehren weit verbreitetes Löschgruppenfahrzeug, das bis 2005 in der DIN 14530 Teil 11 genormt war. Sein Nachfolgermodell ist das HLF 20/16.

     

    Es verfügt über einen Löschwassertank von 1.200 Litern, eine Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Förderleistung von 1.600 Litern pro Minute bei 8 bar Ausgangsdruck und eine Schnellangriffseinrichtung; Zusätzlich ist das Diepersdorfer Fahrzeug auch mit einer so genannten High Press Tragkraftspritze ausgerüstet, diese wird vorwiegend bei kleineren Zimmerbränden eingesetzt. Neben den klassischen Gerätschaften zur Brandbekämpfung führt das LF 16/12 der Feuerwehr Diepersdorf auch eine umfangreiche Zusatzbeladung mit sich. Dazu gehören unter anderem ein Rettungssatz, ein Sprungretter, ein Rauchentlüfter und 8 Atemschutzpressluftatmer. Ein Wasserstaubsauger gehört ebenso dazu.

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    Mobiler Großventilator MGV L 125

     

    Funkrufname: ---

    Besatzung: ---

    Baujahr: 2014

    Hersteller: B.S. Belüftungs-GmbH

     

    Der mobile Großventilator hat eine nominale Luftleistung von 220.000 m³/h – je nach Gegebenheiten kann bei der Belüftung eine Luftleistung bis zu 1.000.000m³ / h erreicht werden.

     

    Dank der Hub-Dreh-Neige-Vorrichtung kann der MGV L 125 ideal an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden: bis zu 1,3 m Anheben, 360° Drehen und +/- 30°Neigen.

     

    Die Wassernebeleinrichtung ermöglicht im Einsatz Objekte zu kühlen oder entstandenes Gas mit Wassernebel niederzuschlagen. Die Kapazität beträgt bei 7bar 280 l/min und es kann eine Wurfweite von über 50 m erreicht werden.

     

    Ebenfalls gehört ein Spiralschlauchsystem zu dem Lüfter, welches das Absaugen von Rauchgasen aus tieferen Lagen ermöglicht.

    Anhängeleiter AL 18

    Funkrufname: ----

    Besatzung: ----

    Baujahr: 1975

    Hersteller: Magirus

    Die Anhängeleiter AL 18 wurde im Jahre 1975 in Dienst gestellt. Die wesentlichen Unterschiede zu einer Drehleiter sind sicherlich, dass die Leiter ein separates Zugfahrzeug benötigt und manuell von Hand aufgestellt werden muss.

    Die Anhängeleiter der Feuerwehr Diepersdorf hat eine maximale ausgefahrene Länge von 18 Metern. Je nach Anstellwinkel und Rettungshöhe kann die Leiter mit unterschiedlichen Gewichten belastet werden.

     

    Bedingt durch das zeitaufwändige Aufstellen der Leiter findet diese Art von Leitern heute nahezu keine Anwendung im Erstrettungsfall. Meist wird die Anhängeleiter als Arbeitsleiter verwendet.

    Mehrzweckanhänger (MZA)

    Funkrufname: ----

    Besatzung: ----

    Baujahr: 1994

    Hersteller: Brenderup

     

    Der Mehrzweckanhänger wurde im Jahre 1994 über den Feuerwehrverein selbst beschafft. Er dient überwiegend dem Transport von Ölbindemittel und entsprechenden Gerätschaften für das Abbinden von Ölspuren. Ausreichend Absicherungsmaterial für Verkehrswege ist ebenfalls verladen, um die Einsatzstellen fachgerecht abzusichern.

     

    Zum Transport des Faltbehälters mit einem Fassungsvolumen von 3.000 Litern dient ebenfalls der MZA. Die geräumige Ladefläche bietet aber auch die Möglichkeit das Schnelleinsatzboot mit gesamten Equipment wie Schwimmwesten und Ruder, zum Einsatzort zu bringen.

     

    Eine weitere Verwendung findet der Anhänger im Transport von benutzten und dreckigen Wasserschläuchen nach Brandeinsätzen oder Großübungen.

    Schnelleinsatzboot (SEB)

    Funkrufname: ----

    Besatzung: 0/0/4

    Baujahr: 2008

    Hersteller: Ziegler

     

    Das Schnelleinsatzboot wurde im Zuge des LF 10/6 mit angeschafft. Das Schnelleinsatzboot mit vier Luftkammern wird mit einer Druckluftflasche 6 l/300 bar in nur ca. 30 Sekunden gefüllt. Kräftige Gummiprofile am Bootsboden ermöglichen den Eisrettungseinsatz. Gerade für mögliche Unfälle auf den Scherauer Weihern geeignet. Das knapp 25 kg schwere Boot kann aber auch zur Vermisstensuche oder Rettung z.B. am Birkensee verwendet werden. Die Tragfähigkeit des Bootes liegt bei ca. 700 kg.

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