Modultag Waldbrand

Schwarzenbruck (DB 3) – Am Samstag, den 30.09.2017 fand der Modultag 19 unter dem Motto Waldbrand statt. Ein sehr abwechslungsreiches Programm wurde den Teilnehmern wieder angeboten.

Von: Christian Falk

Kreisbrandinspektor Peter Schlerf konnte am Morgen erfreulicherweise 119 Teilnehmer begrüßen, auch Teilnehmer aus dem Dienstbezirk 1 waren der Einladung gefolgt. KBM Christian Falk und sein Ausbilderteam hatte sich wieder eine ganze Reihe an verschiedenen Modulen rund um das Thema Waldbrand einfallen lassen – auch einige Fachvorträge und Referenten konnten für den Tag gewonnen werden und so erweiterte sich auch wieder das Netzwerk.

Durch das Modul 1 führten KBI Bernd Haslinger, KBM Thomas Pöllot und KBM Andreas Hübner. In diesem Modul ging es hauptsächlich um die Themen Alarmierung, Vorstellung der Luftbeobachter, Kommunikation mit dem Digitalfunk und dessen weitere Möglichkeiten sowie Kartenkunde. Dazu führten die Kameraden mit einer Präsentation durch das Modul und am Ende durften sich die Teilnehmer in der praktischen Kartenkunde austoben. Vom Deutschen Wetterdienst (DWD) hatten wir einen Fachvortrag zur Verfügung gestellt bekommen, der ebenfalls Teil dieses Moduls war.

Im Modul 2 führte Kamerad Markus Stelzer (FF Feucht) durch die Theorie zu dem Thema Waldbrand mittels einer eigenen Präsentation. So ging man auf das Thema Ordnung des Raumes, Feuerarten, Waldbrandbekämpfung, Löschtaktiken, Löschmitteln und stellte noch weitere Hilfsorganisationen und deren mögliche Unterstützung vor. Zur Veranschaulichung und Auflockerung waren auch noch zwei Filme in den Vortrag mit eingearbeitet.

Die Module 3 und 4 fanden aufgrund des erheblichen Materialeinsatzes am Festplatz in Schwarzenbruck statt. Dort hatte das Ausbilderteam zusammen mit weiteren Kameraden verschiedene praktische Stationen aufgebaut und stellte diverse Geräte und Möglichkeiten dar.

Im Modul 3 koordinierte Florian Bayer (FF Schwarzenbruck) die einzelnen Stationen. So hatte man einen „Bauhof Tanker“ (IBC Behälter auf einem geländegängigen LKW) aufgebaut, auch das Raupenfahrzeug der FF Schwarzenbruck wurde vorgeführt. Ferner stellten die Kameraden der FF Diepersdorf, Ralf Löhner und Andreas Sponseil, den mobilen Großraumlüfter und dessen Möglichkeiten vor. Eine weitere Station bildeten zwei Bulldogs mit Güllefässern. Die Kameraden der FF Altenthann erläuterten die Optionen mit einem Güllefass. So wurde die Wurfweite von ca. 20m erläutert als auch die Wassermenge für einen möglichen Pendelverkehr. Ferner war Herr Ebersberger von der Bundeswehr vor Ort und stellte die Einsatz- und Unterstützungsmöglichkeiten vor. Auch Spezialgeräte, wie der „Dachs“ wurden vorgestellt. Als weiteres Highlight hatte er eine Drohne mit Wärmebildkamera dabei. Letzte Station in diesem Modul waren die Kameraden der FF Herzogenaurach, welche die Außenlastbehälter erläuterten und die Funktion aufzeigten.

 

Das Modul 4 führten Philipp Wolshöfer (FF Ezelsdorf) und Birgit Süssner (FF Erlangen) durch. Hier hatte man sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Das Erlernte sollte in die Praxis umgesetzt werden. Im Vorfeld hatte man einen Sandhügel mit Unterstützung des Bauhofs aufgeschüttet. Dort wurden trockene Laub- und Nadelhölzer eingesteckt – auch feuchte Hölzer. Das Bodenfeuer wurde durch Heu und Stroh simuliert. So führte Birgit Süssner in das Modul ein und ging nochmals kurz auf die Feuerarten ein. Dann hieß es mit einem „Playmobil Löschzug“ auszurücken und die Fahrzeugpositionierung richtig vorzunehmen, sowie den Ankerpunkt richtig zu definieren. Mittels einem regelbaren Lüfter wurde der Wind und dessen Einfluss simuliert. Ebenso mussten gemeinsam Sammelpunkte, Bereitstellungsräume und die mögliche Fluchtrichtung definiert werden. Das praktische Planspiel simulierte sehr gut „ohne Bodenfeuer – kein Kronenfeuer“ und auch die Tatsache, dass Nadelbäume die Ausbreitung schneller zulassen wie Laubbäume. Es wurde viel erläutert und gemeinsam gefachsimpelt – ein tolles Modul an diesem Tag.

Zu einer kleinen Videosequenz geht es hier.

Beim gemeinsamen Mittagessen - es gab Schnitzel mit Kartoffelsalat und einen Schokoriegel zum Nachtisch - fanden gute Gespräche statt und auch Ideen für gemeinsame Waldbrandübungen wurden generiert.


Am Ende bedankte sich KBI Peter Schlerf bei den Teilnehmern und besonders bei den Fachreferenten. Dazu übergab er gemeinsam mit KBM Christian Falk ein kleines Dankeschön. Besonderer Dank an die Kameraden der FF Schwarzenbruck, dass man zu Gast sein durfte, dem Bauhof Schwarzenbruck für die Unterstützung und natürlich dem Ausbilderteam der Modultage für die intensive Vorbereitung von diesem Tag.

 

Kategorie: Bericht