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< EINSATZ: LKW mit eingeklemmter Person
25.07.09 14:45 Alter: 12 Jahr(e)
Kategorie: Bericht
Von: Christian Falk

Feuerwehren üben gemeinsam den Ernstfall

Diepersdorf – Am 25.07.2009 übten die Feuerwehren Schwaig und Diepersdorf gemeinsam den Ernstfall. Übungsszenario war ein Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen.


Um 17.15 Uhr alarmierte der Zugführer der Feuerwehr Diepersdorf über 2 Meter die Kameraden aus Schwaig: Verkehrsunfall in der Wartberger Strasse 1. Zwei verunfallte Fahrzeuge, mehrere Personen – dargestellt durch Dummies -  sind eingeklemmt.

Eingeklemmte Person

Die Feuerwehr Diepersdorf war mit den Fahrzeugen LF 16/12 und LF 10/6 als erste Feuerwehr am Unfallort. Die Besetzung des LF 16/12 kümmerte sich in erster Linie um die Verkehrsabsicherung und um die Sicherstellung des Brandschutzes. Die Kameraden des LF 10/6 bereiteten die Befreiung der Personen vor. Die Geräteablage erfolgte außerhalb des Rettungskreises. Ferner machte sich der Gruppenführer ein Bild von der Lage und nahm ersten Kontakt mit den Verunfallten auf. Die Situation stellte sich wie folgt dar: ein VW Jetta lag auf dem Dach, der Beifahrer war im Fahrzeug eingeklemmt. Nach kurzer Rücksprache mit dem Gruppenführer des  LF 16/12 und dem Zugführer begann man mit der Rettung. Das Fahrzeug wurde im ersten Schritt mittels Stabilisierungssystem, Formholz und Hebekissen unter der Motorhaube gesichert. Somit konnte das Fahrzeug für die Rettung nicht ungewollt abrutschen. Nachdem der Notarzt die Erstversorgung gewährleistet hatte, wurde auf Anweisung die Tür des Fahrzeuges geöffnet.

Somit konnte sich der Arzt einen sehr guten Überblick über den Zustand des Patienten machen. Parallel wurde die Person mit einem C-Schlauch zusätzlich im Sitz gehalten. Hierzu wurde ein Schlauch von der Beifahrer- über die Fahrertür durchgezogen und der Patient zusätzlich fixiert um zu vermeiden, dass der Sicherheitsgurt das gesamte Gewicht halten muss und es zu Strangulierungen kommt. Auf Anweisung des Notarztes beugte sich dann ein Kamerad in den Fahrerinnenraum unter die verunfallte Person und unterstützte diese somit. Im Anschluss daran wurde der Gurt getrennt und der Patient über den Rücken des Feuerwehrkameraden aus dem Fahrzeug gedreht und auf eine Schaufeltrage abgelegt. Der Verletzte wurde dann zu der Sammelstelle gebracht.

 

Der ebenfalls mit ausgerückte Feuerwehrarzt der Feuerwehr Diepersdorf übernahm dann umgehend die Patientenversorgung und stimmte die laufenden Rettungsaktionen mit den Feuerwehren ab.

 

Inzwischen war die Wehr aus Schwaig ebenfalls an der Unfallstelle eingetroffen. Die Besatzungen des Rüstwagen (RW2) und des Löschfahrzeuges LF 16/12 übernahmen das zweite verunfallte Fahrzeug. Es zeigte sich folgendes Bild: Ein VW Golf lag umgekippt auf der Fahrerseite. Im Fahrzeug befanden sich noch zwei Personen: eine Person auf der Rückbank und eine Weitere auf dem Fahrersitz.

 

Als erste Maßnahme wurde die Stabilisierung des Fahrzeuges vorgenommen und eine Erstöffnung für den Notarzt vorbereitet. Der Zugang erfolgte über die Windschutzscheibe. Nachdem der Arzt die erste Versorgung gewährleistet hatte, wurde die weitere Vorgehensweise mit dem Zugführer festgelegt. Es wurde das Dach des Fahrzeugs abgetrennt und zur Seite geklappt. Die Insassen wurden während der Rettungsaktion betreut und mit einem C-Schlauch gegen Wegrutschen gesichert.

 

Nach erneuter Untersuchung durch den Notarzt konnten die beiden Personen durch die Feuerwehr Schwaig gerettet werden. Die beiden Verunfallten wurden ebenfalls zur Verletztensammelstelle gebracht.

Die ebenfalls mit anwesende Jugendgruppe baute einen Löschangriff mit drei C-Rohren auf um die Brandabwehr zu simulieren. Hierzu kam das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Schwaig zum Einsatz.

 

Nachdem die eigentliche Einsatzübung beendet war, hatten die beiden Wehren noch die Möglichkeit an beiden Fahrzeugen Schnitttechniken zu üben oder aber auch den Pedalschneider für gehärteten Stahl zu testen.

Zum Abschluss resümierten die beiden Kommandanten Dümmler und Wittmann den Übungsverlauf: man zeigte sich über den Übungsverlauf sehr beeindruckt. Die parallele Arbeit der beiden Wehren wurde auf hohem Ausbildungsniveau durchgeführt. Beide Kommandanten bestätigten auch weiterhin eine jährliche gemeinsame Übung abzuhalten.

 

Gerade ein Unfall, wie er vor knapp einer Woche auf der Staatsstrasse LAU 15 passierte, zeigt, dass solche Übungen sehr sinnvoll sind um auch weiterhin im Ernstfall eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten.

 


Abschließend kann gesagt werden, dass es sich um eine sehr gelungene und wichtige gemeinsame Übung handelte.