HAUPTÜBUNG: Waldbrand

In der Hauptübung September stand das Thema „Lange Schlauchleitung“ auf dem Programm – in der Praxis widmete man sich dem Pendelverkehr.

Von: Christian Falk

Kommandant Christian Falk begrüßte zahlreiche Übungsteilnehmer, darunter auch eine neue Kameradin und einen neuen Kameraden.

 

Christian Falk berichtete über die Geschehnisse seit der letzten Übung und reflektierte einige Einsätze. Dabei hob er den erfolgreichen 2. Platz der Jugendgruppe bei der Lagerolympiade im Landkreiszeltlager hervor. In der theoretischen Ausbildung zum Thema der Hauptübung ging der Kommandant auf die existierenden Einsatzpläne zur „langen Förderstrecke“ ein und zeigte zwei Beispiele: einmal von den Scherauer Weihern zum Schulkomplex und die andere Variante vom Löschweiher zum Kindergarten. Dabei ging er auf die Förderstrecke, die Anzahl an B- Schläuchen inkl. Reserve und die Anzahl an Pumpen ein.

 

Zur Ermittlung des Förderstroms ist es wichtig, wie viele Strahlrohre zum Einsatz kommen werden (Deckungsbreite), weitere wichtige Elemente wie Druck, Reibungsverlust, Saughöhe, Druckhöhenverlust sind ebenfalls dabei zu beachten. In diesem Teil durfte natürlich auch die Erläuterung zur offenen oder geschlossenen Schaltreihe nicht fehlen – dabei wurden die jeweiligen Vor- und Nachteile erklärt.

 

Im Anschluss ging es um das Thema Pendelverkehr. Diese Variante sollte eingesetzt werden, wenn eine lange Förderstrecke zu zeitintensiv, oder technisch nicht umsetzbar wäre. Dabei ist im Vorfeld zu beachten, ausreichend wasserführende Fahrzeuge zur Verfügung zu haben – wieso, sollte dann im praktischen Teil aufgezeigt werden. Einbahnstraßenregelung, Abstellen von Lotsen, Wegweiser in Form von Verkehrsleitkegeln oder Einrichten von Wartezonen wurden ebenfalls noch aufgezeigt.

 

Im Anschluss daran ging es dann auf das Gelände bei der SpVgg Diepersdorf zur praktischen Übung.

 

Dort wurde von dem LF 10 aus ein dreiteiliger Löschaufbau vorgenommen. Die Besatzung des LF 16 / 12 richtete den Faltbehälter her und legte die notwendigen Geräte für die Befüllung des Faltbehälters bereit. Gemeinsam wurden die beiden Steckleiterteile mit Hilfe des Bockleiterteils aufgebaut und mit Ratschengurte ein Saugschlauch auf Höhe der 4. Sprosse befestigt. Am Auslass des Saugschlauches wurde ein Reduzierstück A – B und ein Stützkrümmer angebracht. Am anderen Ende wurde ein Sammelstück angekuppelt und zwei 5- Meter Schläuche mit Verteiler angebaut – so ist eine schnelle bzw. unmittelbar nacheinander folgende Wasserabgabe geregelt – die Wartezeit der Fahrzeuge im Pendelverkehr lässt sich so verkürzen und das Risiko, dass der Faltbehälter sich leert kann minimiert werden. Hierzu gab es dann auch noch ein paar Tipps zur Veranschaulichung. Die Befüllung des dreiteiligen Löschaufbaus nahm ohne Wasserabgabe bereits 200 Liter aus dem Tank des LF 10 auf. Anschließend wurden die CM Strahlrohre mit Mundstück geöffnet und der Wassertank war nach 43 sec leer. Inzwischen wurde der Tankinhalt des LF 16 / 12 in den 3.000 Liter fassenden Faltbehälter geleitet.

 

Nun hatten die Kameraden die Aufgabe, eine Schätzung abzugeben, wie lange die Besatzung des LF 16 / 12 benötigt um auf der knapp 2 km langen Rundfahrt zum Überflurhydranten in der Kleeäckerstraße zu kommen. Dort musste der Hydrant gespült und der Tank des Löschgruppenfahrzeuges gefüllt werden. Eine Übung, um die Sicherstellung der notwendigen Anzahl an wasserführenden Fahrzeugen (LF 16 / HLF 20 / TLF) aufzuzeigen. Die Besatzung brauchte knapp über 8 min, was sicherlich bereits eine ziemlich gute Zeit ist – natürlich auch aufgrund der befestigten Straßen, was auf Waldwegen sicherlich mehr Zeit in Anspruch nimmt.

 

Anschließend ging es gemeinsam ins Gerätehaus und die Schläuche und der Faltbehälter wurden aufgehängt bzw. gereinigt. Die Fahrzeuge wurden wieder einsatzbereit gemacht.

 

Zum Abschluss gab es dann noch eine leckere Vesper – ein Dank an das Küchenteam für die Vorbereitung!

 

 

 

Fotos: Kurt Deinzer / Christian Falk

 

 

Kategorie: Bericht