Gemeindeübung in Diepersdorf

Diepersdorf (DB 3) – Am Sonntag, den 13.10.2019 stand die jährliche Einsatzübung aller sieben Feuerwehren der Gemeinde Leinburg auf dem Programm.

starker "Rauch" kam aus dem Bereich der Umkleiden

Das LF 16 und MZF sind am Einsatzort - Auf zur Erkundung!

Ein Teil der Besatzung des LF 16 auf dem Weg zum Einsatzort

der erste Atemschutztrupp an der Rauchgrenze

Aufbau des Faltbehälters zur offenen Fahrweise in der langen Schlauchleitung

Wasserentnahme aus dem Weiher

Brandbekämpfung mit drei C- Strahlrohren

Die zentrale Atemschutzüberwachung

Ansprache unseres Bürgermeisters Lang

Abschlussbesprechung durch Einsatzleiter Falk

Bürgermeister Lang bei seiner Ansprache

unsere Damen aus der Gemeinde; erste Reihe von rechts unsere Diepersdorferinnen: Ramona, Lena, Sabrina, Nadine, Martina und Simone

Von: Christian Falk

 

 

Zur Übung begrüßte Kommandant Christian Falk die Kameradinnen und Kameraden und führte kurz durch den theoretischen Teil der Übung. Vorsitzender Stefan Weniger berichtete ebenfalls über Aktivitäten aus dem Verein.

 

Anschließend ging es in den Vorhof um die Anwesenden aufzuteilen. Da glücklicherweise viele Kameraden anwesend waren, mussten einige mit dem Privatfahrzeug zum Übungsgelände fahren.

 

Um 08:30 Uhr alarmierte die Leitstelle Nürnberg dann die Einheiten aus Diepersdorf, Entenberg, Gersdorf, Leinburg, Unterhaidelbach, Oberhaidelbach und Weißenbrunn. Die Kameraden aus Leinburg konnten leider nicht an der Übung teilnehmen, sie waren gleichzeitig bei der Beseitigung einer Ölspur gebunden.

 

Einsatzszenario am Sportheim der SpVgg Diepersdorf war wie folgt: Nach einer Explosion war es zu einem Feuer im Bereich der Umkleiden gekommen, mehrere Personen bzw. Jugendliche wurden vermisst.

 

Der Löschzug der FF Diepersdorf fuhr das Brandobjekt direkt an und baute eine Wasserversorgung vom Überflurhydranten aus auf. Ferner kamen zwei Atemschutztrupps zum Einsatz, ein weiterer sicherte die eingesetzten Kräfte ab.

 

Ein vorher abgesprochener Atemschutznotfall sollte der Übung in diesem Einsatzabschnitt noch eine Herausforderung verleihen, was jedoch von den gesamten Kräften hervorragend gelöst wurde. Die insgesamt 7 eingesetzten Atemschutztrupps leisteten ganze Arbeit: in dem mit Nebelmaschinen verrauchten Bereich – es spielte auch noch laute Musik und Diskokugeln sorgten für entsprechendes Licht – konnten schlussendlich alle vermissten Jugendlichen gefunden werden und gemäß der Beschilderung mit dem jeweiligen Verletzungsmuster gerettet und der Verletztensammelstelle übergeben werden.

 

Das Mehrzweckfahrzeug der FF Diepersdorf fungierte auch als Zugtrupp, so führten drei Kameraden das Einsatztagebuch, die Lagekarte und die Kräfteübersicht. Damit unterstützten sie maßgebend den Einsatzleiter und bereiteten auch zur Lagebesprechung eine gute Dokumentation vor.

 

Die nachrückenden Kräfte sammelten sich alle in dem Bereich Bolzplatz, dem zugewiesenen Bereitstellungsraum. Von dort aus wurden die einzelnen Wehren abgerufen und ihren Aufgaben zugeteilt.

 

Alle Atemschutzgeräteträger fanden sich am Mehrzweckfahrzeug der FF Diepersdorf ein, eine zentrale Atemschutzsammelstelle wurde dort eingerichtet. Der Zugführer der FF Diepersdorf konnte sich daraus bedienen. Ebenfalls oblag dem Zug die Atemschutzüberwachung.

 

Dem Kommandanten aus Unterhaidelbach wurde der Abschnitt „lange Schlauchleitung“ zugeteilt. Hierzu kamen die Feuerwehren aus Oberhaidelbach und Entenberg zum Einsatz. Das Wasser sollte aus dem Weiher bis zur Einsatzstelle gefördert werden.

 

Einige Kräfte aus den genannten Einheiten unterstützten die Gersdorfer Wehr. Sie hatten die Aufgabe, die Gegend nach möglichen umherirrenden oder vermissten Jugendlichen abzusuchen. Auch die Einrichtung einer Verletztensammelstelle und der Verletztentransport war Aufgabe in diesem Abschnitt.

 

Die Kameraden aus Weißenbrunn übernahmen Maßnahmen der Brandbekämpfung und die Kühlung des unmittelbar an das Brandobjekt angrenzenden Gastanks. Ferner wurde ein Kind mittels Hebekissen aus einer misslichen Lage befreit.

 

Ein weiteres Kind war unter einem Holzstoß verschüttet und musste ebenfalls gerettet werden.

 

Nach knapp zwei Stunden beendete Einsatzleiter Falk die Übung. Gemeinsam gab es noch eine kurze Reflektion der Übung. Begrüßen konnte der örtliche Kommandant dabei den ersten Bürgermeister und die Gemeinderäte Dümmler, Ringel, Kohl, Kuhn und Pfeiffer, welche der gesamten Übung beiwohnten und sich ein Bild von ihrer schlagkräftigen Truppe machen konnten. Kreisbrandmeister Wolfgang Dümmler überbrachte die Glückwünsche der Kreisbrandinspektion und entschuldigte unseren Kreisbrandinspektor Peter Schlerf, der einer weiteren Übung im Gemeindegebiet Burgthann beiwohnte. Abschließend wurde uns ein großer Dank von unserem Bürgermeister ausgesprochen, er war begeistert von der Schlagfertigkeit und der entsprechenden Anwendung der vielen Gerätschaften – was sicherlich entsprechende Übungen im Vorfeld voraussetzt.

 

Dann ging es zurück in das Feuerwehrgerätehaus, es musste eine Vielzahl an Schläuchen gewaschen und zum Trocknen aufgehängt werden. Nachdem alle Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemeldet waren, gingen die Kameradinnen und Kameraden noch gemeinsam zum Weißwurstessen zum Landgasthof Löhner. Kommandant Falk hatte reserviert und die Chefin Gerda Löhner gab die Vesper aus – ein riesiges Dankeschön. Es war ein schöner Abschluss einer tollen Übung.

 

Vielen Dank an die SpVgg Diepersdorf, dass uns die Möglichkeit gegeben wurde, an diesem Objekt eine Einsatzübung abzuhalten – DANKE!

 

 

 

 

 

Fotos: Kurt Deinzer / Christian Falk

 

 

Kategorie: Bericht