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< Löschzug 1: Schaumlöschübung
03.07.11 12:38 Alter: 10 Jahr(e)
Kategorie: Bericht
Von: Christian Falk

Hauptübung Juli: Bewegen von Lasten

Diepersdorf – Auf der Hauptübung im Monat Juli stand das Thema „Bewegen von Lasten“ auf dem Programm. Die geplante Einsatzübung im Industriegebiet fiel leider ins Wasser.


Unfallszenario

Lageerkundung

Antreten der Gruppe

Betreuung des Patienten

Einsatz Rettungsschere

Rettungssanitäter im Einsatz

Bereitstellungsraum

Anheben mittels Hebekissen

Rettung des Patienten über Schaufeltrage

Stab Fast Fixierungssystem

Aufgrund des starken Regens musste die ursprünglich geplante Übung im Industriegebiet abgesagt werden. Kurzer Hand entschloss man sich das Übungsszenario im Feuerwehrgerätehaus dazustellen.

Zu Beginn der Ausbildung gab es eine kurze theoretische Einweisung zu dem Thema. An Gerätschaften stehen der Feuerwehr Diepersdorf u.a. ein Greifzug, ein Satz Hebekissen, eine hydraulische Winde (Büffelheber), zwei Öldruckheber, das Stab Fast Fixierungssystem, zwei Spreizer und Scheren mit Kettensatz und eine Brechstange zur Verfügung.

Auf den Umgang mit den einzelnen Geräten wurde hingewiesen. Dabei ist insbesondere auf die Quetschgefahr und dem entsprechenden Untergrund zu achten. In der Lagebeurteilung spielen die Faktoren Rutschgefahr, Rettungshöhe der einzusetzenden Gerätschaften und das ständige Unterbauen eine Rolle.

In dem praktischen Teil war folgendes Szenario aufgebaut: Auf einem Waldweg hatte ein Unimog einen Radfahrer erfasst, welcher nun unter der Hinterachse eingeklemmt war.

Nach der ersten Lageerkundung der beiden Gruppenführer und dem Zugführer entschied man sich für den Einsatz von Hebekissen. Außerhalb des 5 Meter großen Rettungsring wurden jedoch parallel weitere Gerätschaften, wie Spreizer und Büffelheber, in Bereitstellung gebracht. Eine Beleuchtung wurde ebenfalls aufgebaut.

Die beiden Rettungssanitäter der FF Diepersdorf übernahmen inzwischen die Untersuchung des Patienten und versuchten seine Lage zu stabilisieren. Nachdem der Patient nicht mehr ansprechbar war wurden weitere Schritte eingeleitet: Eine Intubation mit Beatmungsgerät sowie eine Halskrause wurden angelegt und eine Infusion vorgenommen.

Parallel hierzu wurden die ersten Rettungsmaßnahmen der Feuerwehrkameraden eingeleitet. Hierzu wurde als erstes ein größerer Teil des Fahrrads mittels der Rettungsschere entfernt um einen leichteren Zugang zum Patienten zu haben. Der Unimog wurde gegen Wegrollen gesichert und das Formholz für das spätere Unterbauen im Zuge der Rettung bereitgestellt.

Aufgrund des angenommen Szenarios entschied man sich für die Rettung mittels der Hebekissen. Diese wurden unter dem Unimog platziert (mindestens immer 2/3 unter der anzuhebenden Last) und es wurde noch geprüft, ob ggf. spitze Gegenstände am Fahrzeug sind, welche die Hebekissen beschädigen können – dies ist bei jedem Einsatz zu kontrollieren. Anschließend wurde das Fahrzeug vorsichtig angehoben und ständig mit Formholz unterbaut. Das Unterbauen soll ein späteres Abrutschen verhindern.

Nachdem das Fahrzeug entsprechend angehoben war, konnte der Patient mittels der Schaufeltrage aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Die Sanitäter hatten vor Beginn der Rettung noch im Bereich des Oberschenkels mit der Blutdruckmessmanschette einen „Druckverband“ gebildet um Schwellungen und starken Blutverlust zu vermeiden.

Nachdem die Gerätschaften zurückgenommen waren, wurde eine kurze Übungsnachbesprechung durchgeführt und mögliche Verbesserungen diskutiert.

Zum Abschluss wurden noch weitere Gerätschaften zum Anheben ausprobiert. Dazu gehörten der Spreizer und die Büffelwinde.